DER WANDERNDE GEIST

Wandernder Geist – vom Fluch der Flucht aus dem Hier und Jetzt
Dieser Text erschien in gekürzter Form am 16. März im Nürnberger Blitz, dem samstags erscheinenden Wochenend-Ableger der Nürnberger Nachrichten

Die Gedanken sind frei: Doch dürfen sie deshalb machen, was sie wollen? Wohin führt der ewig wandernde Geist, der nie bei der Sache bleiben kann? Und was kann man dafür tun, konzentriert und bei sich zu bleiben?

 

Die Gedanken sind frei. Wer das hört, fängt wahrscheinlich zu summen an. Es ist ein uraltes Lied, wer der Melodie ein bissel folgt, dem kommt auch der Text (wieder) in den Sinn: „… wer kann sie erraten, sie fliehen vorbei, wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen, es bleibet dabei: die Gedanken sind frei“. Um 1780 wurde der Text – der aus dem 13. Jahrhundert stammt – auf Flugblättern verteilt. Freie Gedanken, das ist doch wunderbar. Kein Herrscher, kein Feind, niemand kann diese innerliche Freiheit in Besitz nehmen.

„DER WANDERNDE GEIST“ weiterlesen