Josl, der Setrequisiteur vom Tatort Franken: Ein Mann für alle Fälle

Johannes „Josl“ Wild, ist Setrequisiteur bei Kino und Film

Diese Geschichte hat einen langen Vorlauf. Der „Josl“ ist der Sohn einer alten Freundin. In der Familie galt er als Exot und von sich selbst behauptet er „ich bin ein totaler Chaot“. Seine Wohnung ist voll tapeziert mit Terrarien und exotischen Fundstücken. Doch im Beruf ist er ein super-organisierter Vollprofi – ausgerechnet als Setrequisiteur. Der Mann, der beim Film, ob Kino, Serie oder Tatort alles punktgenau beschaffen, herrichten, zureichen muss.

Er war mir außerdem ein freundlicher, charmanter, offener Gesprächspartner.

Das Interview für diesen Text war jedenfalls ein ungetrübtes Vergnügen, geführt im April 2021, während der #TatortFranken für 2022 in Nürnberg gedreht wurde.

Vielen Dank an den Bayerischen Rundfunk, ganz besonders Gesine Pucci, für die freundliche und professionelle Unterstützung, ebenso an die PR Agentur Heike Ackermann, München.

Die Fotos vom Tatort-Drehort stammen von ©BR/Hagen Keller.

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Die Erfinder der Exit Games

Wie fühlt es sich an, in einem Raum eingesperrt zu sein und nicht zu entkommen? Mit dieser Spielidee haben die #EXITGames vom #Kosmos Verlag ganz neue Gruppen von Brettspielfans gewonnen. Vor allem jungen Leute lieben die Herausforderung, aus wenigen Spuren, die es aus einer Fülle von Hinweisen herauszufiltern gilt, einen Weg „raus“ zu finden. Mein Porträt für die Homepage der Nürnberger #Spielwarenmesse über Inka und Markus Brand ermöglicht einen Blick in die Gedankenwelt der Spieleerfinder eines Top-top-Bestsellers.

Hier der Einstieg in den Text:
Die Familie Brand aus Gummersbach bei Köln gäbe es ohne Brettspiele gar nicht. Inka und Markus saßen 1999 auf einer Hochzeitsfeier zufällig nebeneinander. Markus Bemühungen um die blonde Inka verliefen so lala. „Dann kam das Thema Brettspiele auf und wir redeten und redeten, wir waren die letzten, die morgens um neun die Feier verließen. Nachmittags waren wir bereits zum Spielen verabredet“, erinnert sich Inka Brand. Sie war schon damals echter Brettspielfan mit eigener 300-Spiele-Sammlung. Bald darauf – inzwischen als Paar – fuhren sie zu einem Spieletest-Wochenende, zu dem der Kosmos Verlag in Stuttgart regelmäßig erfahrene Brettspieler lädt. Ein erfahrener Spiele-Redakteur ermunterte dort die jungen Besucher, sich selbst einmal als Spiele-Erfinder zu versuchen.

www.spielwarenmesse.de/de/magazin/macher/exit!-raus-aus-dem-escape-room

 

60 Jahre Hemmersbach

Die faszinierende Geschichte eines Nürnberger Familienunternehmens

Die Nürnberger Firma Hemmersbach ist heute ein international aufgestellter IT-Spezialist. Doch die wurzeln, das ist relativ unbekannt, liegen in einem florierenden Nürnberger Handwerksbetrieb, 1961 gegründet.

Dieser Beitrag von Peter Budig erschien zuerst in der „Rundfunk und Museum“, Mitgliederzeitschrift des Fördervereins des des Fürther Rundfunkmuseums im Februar 2021.

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100. Ausgabe der Museumszeitung „Rundfunk und Museum“

Die Zeitung des Fördervereins Rundfunkmuseum Fürth existiert seit über 30 Jahren. Sie gab es quasi etwas länger, als das Rundfunkmuseum selbst. Sie ist voller Technik- und Museumsgeschichten, Firmenstorys und mehr  rund ums Radio, Fernsehen und verwandte Techniken.

Ich selbst verantworte und produziere sie seit Heft 86/2014. Auch schon eine Strecke.

Im Jubiläumsheft findet sich eine tolle Fotostory unseres Mitglieds Hermann Klink, dem ich auch das Aufmacherbild verdanke. Ich nenne es „Lost in Resistance“, weil ich inmitten von (Radio)-Widerständen „gefangen“ bin.

Das Heft gibt es im Rundfunkmuseum (sobald es wieder offen hat und das PDF dazu von mir auf Anfrage.

https://rundfunk-museum.de/de/ihr-besuch

 

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Ecstatic Dance

Ecstatic Dance im wiesengrund mit DJ Dr. Zons.

Eine Gruppe aus der Region hat einen freien Tanztreff gegründet, der im Corona-Sommer in die Pegnitzwiesen wanderte

Hinterm neuen Radweg, zwischen Röllinger Steg und Pappelsteig auf den Sportwiesen im Fürther Wiesengrund, war an schönen Sommerabenden zuletzt manchmal ein Spektakel zu beobachten, das lautlos vor sich ging und auf eine geheimnisvolle Weise große Energie ausstrahlte. Etwa 40 Leute, jüngere, ältere, ungefähr zur Hälfte männlich und weiblich, bewegten sich, Abstand haltend, tanzend auf den Wiesen. Jeder einzelne folgte scheinbar inneren Impulsen, die „Moves“ waren nicht aufeinander abgestimmt. Erst beim Näherkommen entdeckte man, dass jeder einen Kopfhörer trug und am Rande des Geschehens ein professionelles DJ-Pult aufgebaut war. „Ecstatic Dance“ ist eine Tanzbewegung, die historische Wurzeln in Amerika und Hawaii hat, heute vor allem in Berlin, Amsterdam, Kalifornien und auf Goa große Anhängerscharen mobilisiert – und seit Oktober 2019 auch in der Metropolregion eine wachsende Gruppe von Mittänzern gefunden hat.

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Beim Schmiebauer in Ottmaring

Die ideale Ausbildung …

… das war die Aufgabe für eine Titelgeschichte

„erschienen im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt, Ausgabe 39, Seiten 53 bis 56, www.wochenblatt-dlv.de

Sie bestand aus mehreren Teilen, Besuchen zum Beispiel im Staatsgut Schwarzenau im Unterfranken. Grundsätzlich ging es um den Staatsehrenpreis für Ausbildung in der Landwirtschaft, den Staatsministerin Michaela Kaniber im Herbst 2020 neu ausgelobt hat.

Auf meiner Homepage poste ich nur den Besuch bei den Mosandls, also beim „Schmiebauer“ in Ottmaring

Zum Titelbild: Das ist ein Erfolgsergebnis der Mosandl’schen Milchkuhzucht und hängt als Porträt in der Küche. Alle Fotos: (c) Budig

Beim Schmiebauer in Ottmaring

Die perfekte Ausbildung? Man muss es deutlich sagen, verglichen mit dem Staatsgut Schwarzenau ist der Hof der Mosandls – eine ganz andere Art von idealer Landwirtschaft. Es ist eine Annäherung an die Wirklichkeit, aber eben doch auch wieder – zu schön um wahr zu sein? Ottmaring bei Dietfurt, direkt am Donaukanal, die Altmühl, die dem ganzen idyllischen Tal den Namen gibt, macht hier eine eigensinnige Biegung. Und so eigen-sinnig wie die Natur, sind die Wege der Mosandls, wie sie sich im Markt positionieren. Das wirkt sich natürlich auf das Ausbildungsgeschehen aus. Aber um es vorweg zu nehmen: Probleme, einen Anwärter zu finden, haben sie hier nicht.

 

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Die neue Impulse ist da!

Es ist immer wieder eine Herausforderung, die Texte für die Impulse, die Haus- und Kundenzeitung der LGA zu schreiben.

Themen diesmal:

– Der Kapitän geht von Bord. Thomas Weierganz geht in den Ruhestand.

– LGA im Lockdown. Der Job geht weiter

Und vieles mehr.
Nachzulesen unter
Impulse/LGA

 

Jedenfalls, damit wird auch klar: Der Budig kann auch (Weser-)Brücken.

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Nürnbergs neues „Haus des Spielens“

Nürnberg hat das Zeug zum Spielen! Dieses doppeldeutige Motto wird durch den geplanten Ausbau des „Pellerhauses“ zu einem „Haus des Spielens“ mit noch mehr Leben erfüllt. Am Spielort Egidienberg entsteht gerade ein global wirksamer „Netzwerkknoten“ mit vielfältigen Beziehungssträngen. Bereits jetzt ist das neue Zentrum ein wesentlicher Bestandteil der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas N2025 – aber die Planungen laufen unabhängig von deren Erfolg. Das Haus des Spielens wird als Ort des digitalen und analogen Spielens entstehen, als ein Archiv für Spiele, ein Forschungszentrum für das Spielen der Zukunft, als Ort, an dem die Spielwarenmesse zu den Bürgern kommt und als ein touristischer Hotspot. Die Strategen der Stadtentwicklung haben das Egidienviertel am Rande der Nürnberger Altstadt schon lange im Visier.

Dieser Artikel erscheint online auf der Seite der Internationalen Spielwarenmesse Nürnberg :

Artikel auf Deutsch

 

oder auf Englisch

 

Dr. Gabriele Moritz, Sebastian Pfaller vom Haus des Spielens:
In diesem riesigen 4 Meter hohen Saal im 6 Stock soll das Archiv raus, ein großer Veranstaltungsraum wird entstehen.

(c) Budig

Lockdown für die Kultur

Was es für die Szene bedeutet, ihre Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit abzusagen

Werden eigentlich noch Wetten angenommen, für das Unwort des Jahres 2020? Die Entscheidung wird zwar erst im Januar 2021 verkündet, aber der „lockdown“, auf Deutsch „Ausgangssperre“ dürfte gute Karten haben. Man kann nicht viel, aber dies voraussagen: Diese Zeit, in der wir uns befinden, wird unvergessen bleiben. Noch weiß niemand, wann dies endet. Was es für welche Gruppe der Menschen für Folgen haben wird. Die Kultur jedenfalls und die Kulturschaffenden, viele freiberufliche Einzelkämpfer sind im Mark getroffen. Lockdown ist Berufsverbot.

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Was macht gutes Storytelling aus?

Kein Texter, kein Journalist, keine Fotograf kommt ohne Storytelling aus.

Nahezu jeder in der Medienbranche behauptet, Expert*in zu sein.

Es ist aber beileibe kein einfaches Metier.

Gutes Storytelling ist eine Kunst.

Im Auftrag der Insights-x – einer PBS (Papier-, Büroartikel-, Schreibwaren-Messe im Besitz der Nürnberger Spielwarenmesse eG durfte ich mir Gedanken zum Thema Storytelling machen. Das Ganze gibt es auch auf Englisch.

Vielen Dank für die Nutzungsrechte des Bildes an IKEA:

(c) Inter IKEA Systems B.V.

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Der Frankenversteher

Quizmaster Kevin Dardis erweitert die Quizbühne und wird zum Wandererzähler, der „My Middlefranken von A-Z“ präsentiert

von PETER BUDIG

Er hat 70.000 Quizfragen erdacht. Allein in Fürth wohl 600 Quizabende moderiert. Seit fast 20 Jahren lebt der Ire Kevin Dardis in Franken, „unter diesen etwas seltsamen Menschen“. Er tourt durch seine Städte und Veranstaltungssäle, als Quizmaster Big Kev Murphy und Sänger, er wandert, er trinkt Bier, er schaut den Menschen aufs Maul und trägt seinen Sermon bei. Jetzt liest er ihnen die Leviten, von A wie Ansbach bis Z wie Zirndorf.

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Lady Gaga from the Oscars 2019

I was so much impressed what lady Gaga said on the Oscars in feb 2019:

 

All I have to say is that this is hard work. I’ve worked hard for a long time, and it’s not about, you know…it’s not about winning. But what it’s about is not giving up. If you have a dream, fight for it. There’s a discipline for passion. And it’s not about how many times you get rejected or you fall down or you’re beaten up. It’s about how many times you stand up and are brave and you keep on going. Thank you!“

Lady Gaga Speech

Fotorechte cc/wikipaedia
Von proacguy1 from Montreal, Canada – Lady Gaga, ARTPOP Ball Tour, Bell Center, Montréal, 2 July 2014 (59), CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34109029

Lass uns Freunde bleiben

Im BLITZ kann ich immer wieder Themen jenseits aktueller Berichterstattung aufgreifen und erreiche große Leserzahlen im Raum Nürnberg.

„Lass uns Freunde bleiben“ – ein Satz nach einer Trennung gesprochen, der im ersten Augenblick verführerisch klingt: Ja, irgendwie bleibt alles doch ein bisschen gut. Wir sind die Besten, kein Rosenkrieg, kein Terror, der an Kindern ausgelassen wird. Wir besprechen alles in Ruhe und treffen uns später noch regelmäßig auf einen Kaffee…

Spüren Sie auch die vergifteten Pfeile, die in diesen Worten lauern? Ist denn jedes Liebes-Vergehen einvernehmlich? Können alle Menschen ihren Schmerz – der ja gewaltig sein kann, buchstäblich herzzerreißend – in Frieden mit sich selbst verarbeiten? Und wann ist alles wieder gut?

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Süßes Summen inmitten der Einsamkeit

Der in Kiew lebende Autor Andrej Kurkow / Foto: Regine Mosimann / © Diogenes Verlag

Eine Buchkritik von Peter Budig

Dieser Artikel erschien am 6. August 2019 im Feuilleton der Nürnberger Nachrichten

Es ist das östliche Ende von Europa, das brennt. Es herrscht immer noch Krieg, im Donbass, seit 2014, auch wenn es hier im Westen keinen mehr schert. Und es leben immer noch Menschen da, vor allem in der grauen Zone. Das Land an der Frontlinie, formal unter Kontrolle der Ukraine, umkämpft von den „Russischen“ und den Ukrainischen. Aber was heißt hier Form? Es ist das Leben, das geblieben ist, das Andrej Kurkow zum Gegenstand seiner Erzählung macht. Viel – ist da nicht mehr los, im menschenverlassenen Dörfchen Malaja Starogradowka, der Heimat des Bienenzüchters Sergejitsch und seines „Freundfeindes“ seit Schülerzeiten Paschka, der letzten Verbliebenen im einst geschäftigen Dörflein in der Bergbau- und Industrieregion, dem industriellen Herzen der Ukraine und früher einmal der Sowjetunion. Es gibt keinen Laden mehr, keine Post, keinen Strom. Der Alltag des Frührentners Sergej in der Zeit zwischen Winter und Frühlingserwachen ist bestimmt von Summen der Mörsergranaten, von denen keiner weiß, wo sie einschlagen werden; vom Summen der Gedanken, die irgendwo beginnen und nirgends hinführen, vom leisen Summen in den Bienenstöcken, wo man nicht weiß, wann es das Ende der Winterruhe vermeldet. Fast die Hälfte des 440-Seiten Romans bringt Kurkow damit zu, das graue Summen der Einsamkeit zu entfalten. Das könnte verdammt öde sein, wäre Kurkow nicht so ein ausgezeichneter, großartiger Erzähler.

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Sängerjagden im Autoskooter

Webers Freischützoper auf dem Volksfestplatz

Eine Reportage von Peter Budig / Text und Berny Meyer / Fotos

Sonntags um Elf auf dem Nürnberger Volksfestplatz. Es ist noch ruhig, die Geschäfte öffnen erst in einer Stunde. Doch in einer Ecke, nahe am Biergarten des Papert’schen Zeltes, zwischen Breakdance, Autoskooter und „Veteranenclub“ sammeln sich weit über hundert Zuschauer. Zwölf Saxophonist*innen stehen am Autoskooter Spalier. Franz Killer hebt den Taktstock, gleich geht es los. Ums Eck, wie aus dem Nichts, kommen die Sänger*innen der Pocket Opera über den Platz, gut an der Sträflingskleidung zu erkennen. Dann beginnt die Opernaufführung, „Der Freischütz“, eine Geschichte, die am Ende des 30-jährigen Krieges spielt.

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