Nürnberger Kaiserburg

Foto: Tourismuszentrale Nürnberg © Uwe Niklas

Die Nürnberger Kaiserburg und ihr neues Museum

Von der Reisestation der Kaiser zum Wahrzeichen der Region

Nürnbergs Kaiserburg war nie ein echtes Zuhause. Sie diente dem jeweiligen Reichsoberhaupt als repräsentative Residenz auf Zeit. Heute ist sie das Wahrzeichen der Metropolregion Nürnberg.

Ein Donnerstag im August auf der „Freiung“ der Kaiserburg, jenem legendären Platz, der im Mittelalter Verfolgten eine Art Asyl gewährte, das Recht Zeugen anzurufen und seinen „Fall“ vorzutragen. Der Ausblick über die Mauer hinab auf die Stadt ist legendär. Weit sieht man hinaus ins Land, im Osten ragt der moderne Tower der Nürnberger Versicherung hervor, in der Mitte die Kuppeln von Hauptbahnhof und Planetarium, die Kirchen der Altstadt, im Westen die Silhouette von Fürth.
„Nürnberger Kaiserburg“ weiterlesen

Elefantenhaus Hellabrunn

Wie berechnet man einen Elefanten-Anprall?

Eine spezielle Prüfanforderung für die LGA München: Für die Festigkeit der Trennscheibe im Elefantenhaus von Hellabrunn gab es keine Normdaten. Prüfer, Bauherr und Baugenehmigungsbehörde haben trotzdem einen Weg gefunden – auch für die anspruchsvolle Kuppel-Stahlkonstruktion.

Diese Arbeit entstand im Auftrag der LGA Bayern für die Zeitung Impulse
http://www.lga.de/de/unternehmen/impulse-kundenjournal/

„Elefantenhaus Hellabrunn“ weiterlesen

Volksfestsprecher in Nürnberg

Meine Mädels! Foto: Berny Meyer

Es ist ein Vergnügen besonderer Art: Seit April 2017 bin ich Pressesprecher der Nürnberger Volksfeste. Anders als in anderen Kommunen werden die Nürnberger Volksfeste, das Frühjahrsfest und das Herbsvolksfest nicht vom städtischen Marktamt ausgetragen. Vielmehr hat die Stadt die Austragung an den Süddeutschen Schaustellerverband abgegeben. In dessen Auftrag bin ich Pressesprecher – für die zwei Wochen der Feste.

Eine herausfordernde aber sehr spannende und erfüllende Aufgabe.

Man wird seine Geister nicht los! Foto: Carina Palzer

Alpakas

Anja Reichert hat sich ins Alpaka-Halten gut eingearbeitet. Fotos: Budig

Alpaka-Wanderungen mit Brotzeit

Familie Reichert züchtet statt Milchkühen nun die kleine Kameltierrasse

Als Nebenerwerbsbauern haben die Reicherts aus Vogtsreichenbach die Milchkühe längst abgeschafft. Die freie Zeit, den freien Platz widmen sie der Alpaka-Zucht. Außer traumhaft weicher Wolle gibt es wenig zu ernten, aber viel Freude zu gewinnen. Die teilen sie jetzt mit Besuchern, die auch noch eine deftige Brotzeit dazu bekommen.

„Alpakas“ weiterlesen

Rundfunkmuseum Fürth

Das Rundfunkmuseum Fürth ist das besucherstärkste Museum der Kleeblattstadt.

Trotz des Namens ist es kein reines Technikmuseum, eher ein Haus, das Technikgeschichte, Industriegeschichte und Sozial- und Wirtsachaftsgeschichte der Stadt im 20. Jahrhundert abbildet  – und es ist unbedingt einen Besuch wert.

Es befindet sich, geschichtsträchtig, in der ehemaligen Grundig Hauptverwaltung in der heutigen Uferstadt Fürth.

Seit etwa 5 Jahren (2013) darf ich im Auftrag des Fördervereins die Zeitung „Rundfunk und Museum“ gemeinsam mit Chefredakteur Rainer Lindenmann erstellen. Ein schöner Auftrag – zweimal im Jahr.

Rundfunkmuseum der Stadt Fürth, Kurgartenstraße 37, 90762 Fürth
Telefon 0911 – 756 81 10
Mail: rundfunkmuseum@fuerth.de

http://www.rundfunkmuseum.fuerth.de/

Im Anschluss lesen Sie einen Artikel zum Besuch der Grundig Witwe Chantal Grundig im Fürther RFM.

„Rundfunkmuseum Fürth“ weiterlesen

Psychologische Anziehberatung

Genie der Wirkung: Die Coachin Martina Hunger

Der berufliche Kontakt als Texter, Blogger, auch Unternehmensentwickler mit Martina Hunger wird mir immer unvergessen bleiben. Durch die Zusammenarbeit habe ich unglaublich viel darüber gelernt, wie man wodurch wirkt. Psychologische Anziehberatung hat durchaus mit dem Matthäus-Wort (Lothar, nicht der Evangelist) „der Gürtel muss zum Schuh passen“ zu tun. Zum Beispiel, dass in eine Hose unbedingt ein Gürtel gehört.

Aber sie ist ein weites Feld: wie komme ich zur Geltung, wie wirke ich beim Flirt, beim Vorstellungsgespräch, im Job, bei der Grillfete …

Für Martina Hunger, die sehr tiefgehende Ausbildungen mit einer genialen Intuition verbindet, ist das eine Lebensaufgabe.

Wir haben ab 2014 sehr erfolgreich und angenehm einige Jahre zusammen gearbeitet. Im Moment pausiert ihr Business aufgrund der Veränderung persönlicher Lebensumstände.

Es folgt ein PR-Artikel zum Thema „Flirten“

„Psychologische Anziehberatung“ weiterlesen

Food Truck Convention

Die Messe für das bewegte Genießen

Durch Zufall kam ich früh mit den Food Truckern zusammen. Klaus Peter Wünsch (Foto oben, (c) Markus Wolf), der Beweger, der aus einem kreativen Einzelunternehmen (RibWich) ein bundesweites Forum mit unternehmerischen Absichten gemacht hat, ist ein lebendes Beispiel, wie man vom analogen Business (Auto, Imbiss) zum digitalen kommt.

http://www.foodtrucks-deutschland.de/

Für mich gab es auch ein Geschäft: Neben einigen Artikeln durfte ich die Pressestelle der NürnbergMesse bei der SFC (Street Food Convention) 2015 und 2016 unterstützen. Ein cooler Auftrag der hoffentlich (die Messe machte 2017 Pause) 2018 fortgesetzt wird!

Es folgt ein Artikel für die Zeitung der IHK Nürnberg, wim

„Food Truck Convention“ weiterlesen

Winterblue(s): Ein Rückblick

 

Italien im Winter: Blue oder Blues?

Es ist das Leben selbst, das die besten Geschichten schreibt. Glückliche Zufälle, widrige Umstände, interessante Begegnungen. Das wurde uns in den vergangenen beiden Wochen mehr denn je bewusst. Jetzt – gerade erst zurück in Deutschland – scheint der Anfang der Reise weit entfernt. Der Morgen des 28. Dezembers, an dem wir mit dem Wohnmobil ins Abenteuer gestartet sind. Schneechaos auf der Autobahn, schier endlose Staus, der erste Abend am Gardasee. Unwissend, was uns erwartet.

„Winterblue(s): Ein Rückblick“ weiterlesen

Die erfolgreichen Exoten aus dem Knoblauchsland

Susanne Bauer mit dicken Saubohnen. Die Bauers bauen fast alles selbst an, was sie auf den Ständen auf den Märkten der Region verkaufen. Fotos: Budig

„Einwanderer“ aus aller Welt werden zu neuen Verkaufsschlagern im Angebot der Gemüsebauern

Kartoffeln, Rüben, Salat, Kohl und die namensgebenden Zwiebel- und Knoblauchknollen, das sind Sorten, die wir im Knoblauchsland erwarten. Doch die Gemüsebauern im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen lassen sich längst mehr einfallen und sich von Bauern in aller Welt inspirieren. Der bekannteste Siegeszug eines Exoten hier ist der Rucola. Anton Offenberger, Berater beim Gemüseerzeugerring Nürnberg-Buch erzählt die Geschichte schmunzelnd: „Als Rauke ist der Salat eine uralte fränkische Pflanze. Sie geriet in Vergessenheit, weil man den Geschmack als unschön, bitter empfand. Dann entdeckten die Franken den Rucola auf Reisen und fanden ihn plötzlich herb, spannend. Heute wird er in großen Mengen im Knoblauchsland produziert“. Doch der Import von Erfolgsgemüsen und Obst ist nicht immer so einfach: „Wassermelonen“, erklärt der Experte, „wachsen hier, aber es ist kompliziert: Oft sind sie erst im Spätsommer reif und das Wetter dann zu kühl. Wenn es nicht heiß ist, sinkt die Nachfrage gegen Null“.

„Die erfolgreichen Exoten aus dem Knoblauchsland“ weiterlesen

Die Juden von Charkov

1991 „zerbrach“ die Sowjet-Union, die Ukraine wurde selbständig. In der „Spiegel-Schicht“ bei „Maul-Belser“ lernten wir uns 1993 kennen, an den Maschinen, wo aus Umschlags- und Inhaltsseiten das Wochenmagazin „Spiegel“ hergestellt wurde. Ein Brotjob für uns. Wir – Peter Budig/Peter Roggenthin träumten von großem Journalismus und trauten uns was: Wir fuhren im März/April 1994 auf eigene Kosten in die Ukraine, nach Charkov. Wir wollten berichten, wie dort der Bau der Reformsynagoge voran ging. Wir recherchierten ohne Auftrag auf eigene Faust. Das Ergebnis ist diese Reportage, die wir 1995 an das Magazin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verkauften. Dort lag die Geschichte, bis das Magazin 1999 eingestellt wurde, ohne dass sie abgedruckt worden war.

Das Aufmacherfoto zeigt Israel Abramowitsch Ioffe, den Rabbi von Char­kov. (c) Peter Roggenthin

Eine Reportage von Peter Budig / Text und Peter Roggenthin / Fotos

Zu Israel Abramowitsch Ioffe, dem Rabbi von Char­kov, gelangt man über einen ver­wüsteten Hinter­hof. Drei Stiegen hoch im Hin­terhaus liegt seine kleine Wohnung, man geht durch die Tür und steht in der Küche, wie es hierzulande üblich ist, kein Quadratmeter wird verschenkt, denn Wohnraum ge­hört zu den knappen Gütern. Treppenhaus und Wohnung sind piccobello sau­ber, zwar blättert die Farbe von der Wand, aber die Treppe selbst liegt ausnahmsweise nicht voll Unrat. Auch hängt hier nicht dieser widerwärtige Gestank nach kaltem Män­nerschweiß in der Luft, dem man auf zahl­losen Fluren und Treppenhäusern, in öffent­lichen und privaten Toiletten, in den staat­lichen Läden und Behörden be­gegnet. Die Ukraine ist ein verfallenes Land, und Charkov, mit 1,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Metro­pole nach der Hauptstadt Kiew, ist eine unerhört schmutzige Stadt. Der Versuch des ehemaligen Premierministers Leonid Kutschma, sofort nach der Unabhängigkeit von der Sowjetunion (seit dem Re­ferendum vom 1.12.1991) per Dekret die freie Marktwirt­schaft einzuführen, ist in den Anfängen steckengeblieben. Seit Juli 1994 ist er Präsident und versucht die 5 Milliarden Schulden allein an Rußland – vor allem für Öl- und Gaslieferungen – durch verstärkte Kooperation mit dem bislang zögerlichen Westen abzubauen und die Wirtschaft anzukurbeln. Der größte Traum der meisten Menschen bleibt die Ausreise, nach Kanada, in die USA, nach Deutschland oder Israel. Von wenigen Aus­nahmen abgesehen, sind die Chancen, daß sich die­ser Traum erfüllt, gleich Null.

„Die Juden von Charkov“ weiterlesen

Individualisten fahren über Prag

 

1991 „zerbrach“ die Sowjet-Union, die Ukraine wurde selbständig. In der „Spiegel-Schicht“ bei „Maul-Belser“ lernten wir uns 1993 kennen, an den Maschinen, wo aus Umschlags- und Inhaltsseiten das Wochenmagazin „Spiegel“ hergestellt wurde. Ein Brotjob für uns. Wir – Peter Budig/Peter Roggenthin träumten von großem Journalismus und trauten uns was: Wir fuhren auf eigene Kosten in die Ukraine, nach Charkov. Wir wollten berichten, wie dort der Bau der Reformsynagoge voran ging. Dies ist die Reisegeschichte zur Synagogen-Reportage.

 

Eine Reiseerzählung aus dem Jahr 1994 von Peter Budig /Text
und Peter Roggenthin/Fotos

Reisen in den Osten sind heute, nach der Öffnung der Grenzen, ein Kinderspiel. Man beantragt ein Visum, bekommt es vergleichsweise einfach in weni­gen Tagen, und schon kann’s losgehen. Wer in die Ukraine will, zum Beispiel nach Charkow (sprich: ha:rkof), 600 Kilometer östlich von Kiew nahe der russischen Grenze, dem stehen ver­schiedene Reise­wege offen. Man kann für gut 1000 Mark mit dem Flugzeug ab Frank­furt, Mün­chen oder Berlin nach Kiew fliegen, in dreieinhalb Stunden. Ziemlich genau die Hälfte kostet die Bahn­fahrt über Warschau, ge­bucht in Deutsch­land. In­dividualisten – also Men­schen ohne Spesenkonto – fahren wie auch immer nach Prag, von dort geht täglich der Zug Prag – Moskau über Kiew, er kostet bis in die ukrainische Hauptstadt etwa 200 Mark, Schlafwagen inklusive, Studenten zahlen ein Drittel weniger.

„Individualisten fahren über Prag“ weiterlesen